Neuengland & Midatlantic

Die Ostküste der USA zieht sich von Maine bis Florida gut 3.000 Kilometer am Atlantischen Ozean entlang. Rund die Hälfte davon entfällt auf die Neuengland- und die Midatlantic-Staaten von Norden bis nach Maryland. Die weite Natur mit herrlichen Mischwäldern, dem Mittelgebirge der Appalachen und vielen Seen wechselt sich ab mit kleinen munteren Dörfern und Städtchen, deren weißgetünchte Holzhäuser und Kirchen wie aus einem Bilderbuch von Neuengland entsprungen scheinen.

Großstädte wie Boston, New York, Washington, DC, Pittsburgh oder das geschichtsträchtige Philadelphia verkörpern die urbane Seite des Nordostens. Viele sehen Neuengland mit der Landung der Pilgerväter 1620 als Wiege der amerikanischen Nation, auch wenn sich schon vorher englische Siedler in Virginia niederließen. Doch schließlich sind in Neuengland die ersten Schüsse des Unabhängigkeitskrieges abgefeuert worden, hat die Boston Tea Party ein Signal für die Ablösung vom britischen Mutterland gesendet.

Maine ragt weit ins nördliche Kanada hinein. Nachdem sich die Gletscher der letzten Eiszeit zurückgezogen haben, konnten die heute immer noch dichten Wälder wachsen. Entlang der buchtenreichen und felsigen Küste verstecken sich pittoreske Fischerdörfer, in denen auch der köstliche Maine-Hummer serviert wird. Ein besonderer Schatz ist der Acadia National Park mit seiner schroffen Klippenküste und prächtigen Vogelwelt.

Granit-Staat nennt sich das direkt angrenzende New Hampshire. In dem Naturparadies mit Hunderten von Seen, mit Flüssen und Bächen in den White Mountains verzückt die Herbstlaubfärbung mit kaum glaublichen Gelb-, Braun- und Rottönen jeden Herbst Hunderttausende Besucher. Die niedrigen Steuern haben viele Unternehmen angezogen, die New Hampshire zu einem der wichtigen Elektronikproduzenten der USA gemacht haben. Die Abhänge rund um den 1.918 Meter hohen Mt. Washington gehören zu den beliebten Skigebieten im Osten der USA.

Auch im schmalen, nur dünn besiedelten Vermont gehört der Herbst mit seiner spektakulären Laubfärbung vor allem in den Green Mountains zu den beliebtesten Jahreszeiten. Nette Orte mit weißen Holzhäusern wirken wie in die Landschaft gestreut, Kühe stehen auf den Weiden, sogar die Staatsflagge zeigt ein Rind.

 

Massachusetts Lighthouse

 

Massachusetts ist das Schwergewicht der Neuengland-Staaten. Mit über sechs Millionen Einwohnern, mit der geschäftigen Metropole Boston, in der Besucher auf einem ausgeschilderten Freedom Trail den amerikanischen Revolutionären auf der Spur sind. Im Vorort Cambridge sind mit der Harvard University und dem Massachusetts Institute of Technology gleich zwei der renommiertesten Hochschulen der Welt zu Hause. Von Boston ist es auch nicht weit zum Cape Cod, wo die Dynastie der Kennedys residiert und früher Walfänger nach gefährlicher Arbeit in ihre Heimathäfen zurückkehrten. Auf dem Weg dorthin passiert man Plymouth, in dem 1620 die ersten Siedler mit der Mayflower die Neue Welt erreichten. Im Westen grenzt Massachusetts mit den Ausläufern der Appalachen an den Bundesstaat New York.

 

Boston

 

Rhode Island nennt sich auch „Ocean State“. Zu Recht, denn die Landschaft des kleinen, aber feinen Bundesstaates wird von der Atlantikküste und der tief eingeschnittenen Bucht des Rhode Island Sound dominiert. Besonders in Newport wird der besondere Reiz des kleinsten Neuengland-Staates offenbar, mit Gassen und Häusern aus der Kolonialzeit und schlossartigen Villen von Industriemagnaten der Gründerzeit, wie das The Breakers von Vanderbilt entlang dem Ten Mile Drive und dem Cliffwalk entlang der Meeresküste.

In Connecticut, dem südlichsten der Neuengland-Staaten, nähert man sich bereits New York. Einige der kleinen Hafenstädtchen, wie Stonington, Mystic oder Noank, scheinen sich seit ihren Gründertagen kaum verändert zu haben. Reichliche Hummerfänge, die in den Küstenrestaurants zu kulinarischen Köstlichkeiten verarbeitet werden, lohnen einen längeren Stopp. Connecticut besitzt auch eine industrielle Seite. In Hartford stellte Samuel Colt die nach ihm benannten Handfeuerwaffen her, ganz in der Nähe werden Hubschrauber und Flugzeugmotoren gefertigt. Schließlich gilt der Bundesstaat mit dem landesweit höchsten Pro-Kopf-Einkommen als Versicherungsmetropole der USA.

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New York

Wer von New York spricht, meint meist New York City. Doch wer dem Hudson River nach Norden folgt, lernt bald ganz andere Seiten des Bundesstaates kennen. Die einst durch Gletscher geformten Finger Lakes sind Zentrum einer beschaulichen Landschaft mit Wäldern, Hügeln und einem attraktiven Weinanbaugebiet. In den weiter nördlichen Adirondack Mountains locken Seen und endlos scheinende Wälder, dazu im Winter das bekannte Skigebiet Lake Placid. Mit der kanadischen Provinz Ontario teilt sich New York die spektakulären, 56 Meter hohen Niagara Fälle. Doch New York City allein ist mehr als eine Reise wert. Viele schaffen es nicht einmal, alle Sehenswürdigkeiten von Manhattan zu erkunden, mit den Wolkenkratzern, dem MOMA und den anderen Spitzenmuseen, dem Central Park und Stadtteilen wie Soho oder Greenwich Village weiter im Süden.

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New Jersey & Pennsylvania

New Jersey erstreckt sich zwischen Jersey City und Newark bei New York bis zum Cape May ganz im Süden. So ist der „Garden State“ auch ein wichtiger Gewerbestandort und Wohngebiet für viele Pendler, die tagsüber in New York City oder Philadelphia arbeiten. Atlantic City mit seinen Stränden und Spielcasinos gilt auch als „Las Vegas des Ostens“.

Pennsylvania Philadelphia Skyline

Philadelphia ist die größte Stadt von Pennyslvania. Hier haben die „Gründerväter“ der USA an der republikanischen Verfassung gearbeitet, hat Benjamin Franklin gelebt. Das Erbe wird bestens gepflegt, doch hat die moderne Stadt heute so viel mehr zu bieten. In Lancaster County, etwas weiter im Westen, sieht man Pferdekutschen auf den Landstraßen. Hier sind viele Amishen zu Hause, die sich am Leben ihrer Vorfahren vor mehr als 200 Jahren orientieren. Ganz im Nordwesten des Bundesstaates, noch nördlich der früheren Stahlstadt Pittsburgh, zieht sich die State Road 5 dekorativ am Ufer des Erie Sees entlang.

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Capital Region

Maryland umfasst die nördliche Hälfte der buchtenreichen Chesapeake Bay und reicht im Westen gleich südlich des kleinen Bundesstaates Delaware bis zu den Atlantikstränden und im Osten beim Präsidentenwochenendsitz Camp David zu den Ausläufern der Appalachen. Mit Baltimore und seinem attraktiven Hafenviertel und Annapolis mit kolonialem Flair und dem Sitz der berühmten Marineakademie stehen die Städte an der gewaltigen Meeresbucht jedoch nicht nur geografisch im Zentrum. Die Bundeshauptstadt Washington, DC an der Nahtstelle von Norden und Süden hat sich aus einer Stadt der Bürokraten und Verwaltungen in eine Metropole mit beneidenswertem Kultur- und Nachtleben entwickelt. Mit den Weltklasse-Museen der Smithsonian Institution, dem Lincoln-, dem Vietnam- und vielen anderen Memorials, mit munterem Straßen-, Nacht- und Musikleben, wie in Georgetown, Adams Morgan oder entlang der U-Street.

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