Oklahoma / Kansas Travel & Tourism

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Kurzprofil

KANSAS – In einem „Meer aus Gräsern“
Endlos der Horizont, beständig der Wind über den „Great Plains“, den weiten Grasebenen zwischen Mississippi-Tal und Rocky Mountains. Im Herzen der USA, in einem „Meer von Gräsern“, liegt der US-Bundesstaat Kansas. Benannt ist er nach den Kanza- oder Kaw-Indianern, die sich als „Menschen des Südwindes“ bezeichneten.
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts von dem Forscher Zebulon Pike noch als „Great American Desert“ bezeichnet, entwickelte sich das 1861 offiziell gegründete Kansas zu „America’s Breadbasket“ – zum Brotkorb der USA. Eine vielseitige Landwirtschaft, von Viehzucht bis zum Anbau von Getreide und anderen Feldfrüchten reichend, prägt seither den Staat, dessen größte Stadt Wichita zugleich bedeutend im Flugzeugbau ist.
Kansas biedert sich nicht an, hat keine ähnlich spektakuläre Landschaften wie der Südwesten, keine Top-Highlights und keine Glitzermetropolen zu bieten, dafür aber eine umso breitere Palette an Natur- und Kulturerlebnissen der nichtalltäglichen Art. Und die Bevölkerung hier in den „Heartlands“, im Zentrum Amerikas, ist ebenfalls ungewöhnlich: bodenständig und anpackend, zurückhaltend und warmherzig, gastfreundlich und humorvoll. Hier sind Indianer und Cowboys keine Touristenattraktion, hier sind sie der Alltag.
Dank der Fernsehserie „Rauchende Colts“ gelangte Dodge City, im Westen von Kansas, weltweit zu Ruf und Ruhm. Noch heute ist der Wilde Westen dort lebendig und zudem stößt man dort auf Spuren des ältesten Handelsweges in den Südwesten, des Santa Fe Trail. Folgt man ihm ostwärts, lernt man in Fort Larned einen fast komplett erhalteten Grenzposten der US-Army kennen. Östlich Great Bend überrascht dann die Natur mit einem ungewöhnlichen Ökosystem – den Kansas Wetlands – und unter dem Boden dieser Region, um das Städtchen Hutchinson , verbirgt sich einer der größten Salzstöcke der Erde. Außer dem STRATACA Kansas Underground Salt Museum bietet das Hutchinson auch ein einzigartiges Raumfahrtmuseum namens „Cosmosphere“.
Südlich liegt das von einer Westernstadt zur Flugzeugmetropole mutierte Wichita, während im Zentrum des Staates Kunst- und Antiquitätenfreunde in den Künstlerkolonien Lindborg und Lucas fündig werden. In der ehemaligen „Cowtown“ Abilene erinnert ein großer Museumskomplex an den berühmtesten Sohn der Stadt, den 34. US-Präsidenten Dwight D. Eisenhower. Manhattan, Heimat der Kansas State University, liegt in den Flint Hills – ein Landstrich, in dem sich zwischen den beschaulichen Ortschaften Council Grove und Cottonwood Falls ein Stück fast unberührter Prärielandschaft erhalten hat. Berühmt ist die Region auch wegen der Symphony in the Flint Hills, ein jährlich stattfindendes Konzert des Kansas City Symphonieorchesters unter freiem Himmel. Am Rand der Flint Hills liegt Topeka, die eher beschauliche Hauptstadt von Kansas, wohingegen sich Lawrence, die Heimat der zweiten großen staatlichen Uni, der University of Kansas, lebendig und bunt gibt.
Die Metropole Kansas City, am Missouri River gelegen, gehört zum Teil bereits zum benachbarten Bundesstaat Missouri. Das nördlich gelegene Fort Leavenworth ist der älteste noch betriebene Militärposten westlich des Mississippi und Standort eines legendären Gefängnisses. Atchison erlangte dagegen als Ausgangspunkt der Atchison, Topeka and Sante Fe Railway und des Pony Express, aber auch als Heimat der Flugpionierin Amelia Earhart Berühmtheit.

OKLAHOMA – Besuch im Indianerland
Im Herzen der USA trennt Oklahoma, von der Form her einer Hand mit ausgestrecktem Zeigefinger gleichend, das nördlich gelegene Kansas von Texas im Süden. Wie das benachbarte Kansas hat auch dieser Bundesstaat weniger spektakuläre Naturparks oder Glitzermetropolen zu bieten als vielmehr eine breite Palette an nicht nichtalltäglichen Sehenswürdigkeiten und Erlebnissen.
„Okla homma“, „Rote Menschen“, bezeichneten die Choctaw-Indianer die Urbevölkerung und gaben damit dem 1907 als 46. Bundesstaat in die Union aufgenommenen Oklahoma den Namen. Nachdem 1803 US-Präsident Thomas Jefferson dem französischen Kaiser Napoleon ein riesiges Stück Land zwischen Mississippi und Rocky Mountains abgekauft hatte, sollte es ursprünglich als „Indian Territory“, als Rückzugsgebiet der Indianer dienen. Doch der Siedlungsdruck wuchs, „Weiße“ strömten ins Land und eigneten es sich an. Ungeachtet dessen sind noch heute in „Native America“, wie sich Oklahoma auch nennt, 39 indianische Völker beheimatet und pflegen ihre Kultur, ihre Bräuche und Sitten in vielfacher Weise.
Powwows wie das Red Earth Native American Cultural Festival Anfang Juni in Oklahoma City oder das Standing Bear Powwow in Ponca City stehen daher auf dem Veranstaltungskalender und gehören zu den Highlights einer Reise. Sehenswert, informativ und unterhaltsam sind zudem indianische Kulturzentren und Museen wie das Chickasaw Cultural Center in Sulphur, das Comanche National Museum and Cultural Center in Lawton, das Standing Bear Monument Museum in Ponca City oder das Cherokee Heritage Center in der Cherokee-Hauptstadt Tahlequah.
In der Hauptstadt des Bundesstaates, in Oklahoma City, wecken Stockyards City – noch heute der weltgrößte Handelsplatz für Rinder – und das National Cowboy & Western Heritage Museum, eines der besten Westernmuseen der USA, Erinnerungen an die abenteuerlichen Tage des „Wilden Westens“. Zudem bietet das „Horse Show Capital of the World“ zahlreiche Pferdeshows und hat eine moderne Skyline, abwechslungsreiche Neighborhoods, den modernen Boathouse District – perfekt für Wassersportfans – und Historic Bricktown mit lebhaftem Nachtleben zu bieten.
Die Kleinstadt Guthrie, nördlich von Oklahoma City, entstand in nur 24 Stunden während des „Land Rush“ 1889, mit dem die Regierung Indianerland zur Besiedlung freigegeben hatte. Der ganze Ort steht heute unter Denkmalschutz und ein Spaziergang auf der Main Street weckt Erinnerungen an alte Western. Durch Ölfunde in den 1920er-Jahren zu Wohlstand gekommen, entwickelte sich Tulsa, die zweitgrößte Stadt Oklahomas, zum Zentrum der Ölindustrie und erlangte dadurch Wohlstand, was sich noch heute am Stadtbild – mit zahlreichen Art-déco-Bauten – und in mehreren Kunstsammlungen und Prachtvillen äußert. Viele der „Ölbarone“ waren philanthrop veranlagt und investierten kräftig im Kulturbereich. Ihnen sind z.B. in Tulsa das Gilcrease Museum oder das Philbrook Museum of Art zu verdanken, sowie im nördlich gelegenen Bartlesville Woolaroc (die Ranch und Western Art Collection von Frank Phillips) und der von Frank L. Wright erbaute Price Tower, außerdem in Ponca City die Marland Mansion.
Tulsa mit dem lebhaften Brady Arts District gilt auch als Geburtsort der Route 66, stammte doch einer der Initiatoren der Straße, Cyrus Avery, von hier. Die legendäre Überlandstraße durchquert acht Bundesstaaten zwischen Chicago und Los Angeles und der 640 Kilometer lange Abschnitt durch Oklahoma gilt als besonders sehenswert. „Eyecatcher” wie das „Milk Bottle Building”, der „Blue Whale”, die „Old Round Barn” oder „POPS” und Museen wie das Route 66 Museum in Clinton und das National Route 66 Museum in Elk City sowie das Route 66 Interpretive Center in Chandler erinnern an die alten Zeiten.
Ausgedehnte, wenig besuchte Naturareale sind ein anderes Highlight in Oklahoma: Zum Beispiel locken Seen und Wasserfälle im Lake Country, im Südosten Oklahomas. Im Zentrum laden die Arbuckle Mountains mit den grandiosen Turner Falls oder die Chickasaw National Recreational Area um den Lake of the Arbuckles zum Besuch ein.

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