Subtropisches Klima mit sehr heißem Wetter im Juli und August. Im Herbst und Frühjahr sommerlich warm nach europäischen Maßstäben. Die Winter sind mild, Schneefall ist selten.
Beste Reisezeit
Ganzjährig ein gutes Reiseziel - im Hochsommer allerdings sehr heiß. Der Frühling ab Februar und der Herbst bis Ende November sind die schönsten Jahreszeiten.
Must-Sees
Mississippi Delta, Natchez, Vicksburg, Morgan Freemans Blues-Club Ground Zero, GRAMMY Museum Mississippi, B.B. King Museum & Delta Interpretive Center, State Capitol in Jackson, Mississippi Civil Rights Museum, Elvis Presley Birthplace Museum, Südstaatenvillen, Universitätsstaat Oxford, Strände an der Golfküste, Nationalparkinsel Ship Island.
Hot Chicken steckt im Schokoladenbonbon, zu Silvester leuchtet eine Gurke, und auf dem Markt spielt eine Cajun-Band: Die Küche im Süden der USA überrascht und lässt sich am besten dort entdecken, wo sie entsteht. Neue Genussrouten, Bauernmärkte und Hofbesuche führen zwischen Ozarks und Atlantikküste zu Erzeugern, Handwerkern und Küchenchefs, die regionale Traditionen lebendig halten.
Neue Routen für Genießer
Erst in die Brennerei, dann an den Tisch: Das verspricht Cork to Fork, die neue kulinarische Route auf dem Tennessee Whiskey Trail. Sie verbindet Destillerien mit Restaurants zwischen Memphis, Nashville und den Ausläufern der Great Smoky Mountains. Auf die Führung durch die Brennerei folgt ein Besuch in einem der teilnehmenden Restaurants, wo Küchenchefs dieselben Spirituosen zu eigenen Gerichten verarbeiten. Wie weit die Liebe zum Whiskey reicht, zeigt ein kurzer Abstecher zu Goo Goo Chocolate in Nashville: Der Hersteller von Amerikas erster „Combination Candy Bar“ füllt Bonbons mit Whiskey aus Tennessee. Mit einem Augenzwinkern kommt der „Red Hot Chicken“ daher: Zimt-Whiskey-Karamell trifft auf eine Ganache mit Hot-Chicken-Gewürz. Scharfes Brathähnchen als Bonbon, ganz ohne Geflügel.
Whiskey-Pralinen von Goo Goo Chocolate in Nashville, Tennessee
Wer in North Carolina dem Appetit folgt, hat die Qual der Wahl, so dicht ist das Netz kulinarischer Routen. In den Bergen führt der Surry Sonker Trail zu Sonker, einem für die Region typischen, besonders saftigen Fruchtkuchen. Bodenständig geht es nahe Charlotte auf dem Gaston County Fish Camp Trail zu: In einfachen Lokalen kommen frittierter Fisch und Hushpuppies auf den Tisch, die goldbraunen Maisbällchen des Südens. An der Küste verbindet der NC Oyster Trail Austernfarmen, Restaurants und Märkte. Und wer glaubt, an der Tankstelle gebe es nur Benzin, wird auf dem JoCo Gas Station Eats Trail eines Besseren belehrt. Selbst das Geschirr erzählt eine Geschichte: In Asheville fertigt East Fork Pottery Keramik für renommierte Restaurants, darunter Häuser, die der MICHELIN Guide American South ausgezeichnet hat. Gegründet hat die Töpferei Alex Matisse, ein Urenkel von Henri Matisse. Und während in New York zu Silvester am Times Square eine Kugel herabsinkt, lässt der bekannte Gurkenhersteller aus Mount Olive, North Carolina, augenzwinkernd eine leuchtende Gurke in ein Fass fallen.
Frittierte Hushpuppies mit Dip vom Onslow Hushpuppy Trail, North Carolina
Samstag ist Markttag
In Louisiana gehört der Samstagmorgen dem Markt. Der Lafayette Farmers & Artisans Market hat mit dem Paul A. Doerle Sr. Farmers Market Pavilion im Moncus Park ein neues festes Zuhause. Farmer, Köche, Künstler und Handwerker aus Acadiana bieten dort Saisonales und Selbstgemachtes an. Seit der Eröffnung 2013 bringt der preisgekrönte Cajun Jam den Pavillon mit Livemusik zum Klingen. Im Norden des Bundesstaates dreht sich in Ruston alles um den Pfirsich: Wenn die Stadt im Juni das Louisiana Peach Festival feiert, eine Tradition seit 1951, wetteifern in der Lehrküche des Ruston Farmers Market Hobbybäcker um den besten Pfirsich-Cobbler. Der Red Stick Farmers Market in Baton Rouge setzt wiederum auf Nähe: Hier verkaufen ausschließlich Erzeuger, dazu gibt es Kochvorführungen.
Frische Pfirsiche an einem Marktstand des Ruston Farmers Market, Louisiana
Drei Märkte, drei Charaktere: South Carolina verbindet sie zu einer Route. Auf dem TD Saturday Market in Greenville kommt man direkt mit Erzeugern aus der Region ins Gespräch, der Soda City Market in Columbia verbindet internationale Küche und regionale Handwerkskunst. Im Historic Charleston City Market entstehen unter flinken Händen Sweetgrass-Körbe, eine Tradition der Gullah Geechee. Ihr Erbe prägt auch die Küche: Westafrikanisches Wissen formte einst den Reisanbau des Staates, der in Gerichten wie Hoppin’ John bis heute weiterlebt. Wo früher die Löschzüge ausrückten, wird heute gekocht: Neu in Columbia ist Ladder 13, ein mediterranes Restaurant mit Lowcountry-Flair in einer historischen Feuerwache von 1949.
Sweetgrass-Körbe und Palmetto-Rosen der Gullah Geechee, South Carolina
Wer die Städteroute Rhythms of the South über ihre Märkte erkundet, spürt den Puls von Atlanta, Nashville und New Orleans besonders deutlich. In Atlanta kaufen Einheimische seit 1918 im Municipal Market ein, liebevoll Sweet Auburn Curb Market genannt. In der historischen Halle reihen sich Metzger, Stände mit frischem Gemüse und Fisch aneinander. Am Buford Highway, einem der kulturell vielfältigsten Straßenzüge der USA, prägen Restaurants von Einwanderern das Bild. Food Halls wie der Krog Street Market und der Ponce City Market sind ein Sprungbrett für junge Küchenchefs. Nashville punktet mit dem täglich geöffneten Nashville Farmers’ Market und seit dem Frühjahr 2026 mit Lost and Found: halb Open-Air-Markt, halb Starthilfe für lokale Gastronomen. In New Orleans führt der Weg vom French Market, einem der ältesten Freiluftmärkte des Landes, in die New Orleans School of Cooking, wo Gumbo, Jambalaya und Pralinen auf dem Lehrplan stehen. Und im November steht die Küche der Stadt gleich doppelt im Rampenlicht: beim Tremé Creole Gumbo Fest und beim Oak Street Po-Boy Festival.
Obststand in der historischen Halle des Municipal Market (Sweet Auburn Curb Market) in Atlanta, Georgia Zu Gast bei den Erzeugern
Kentucky lockt hinaus aufs Land, dorthin, wo das Essen wächst. Oldham County, rund 20 Minuten von Louisville entfernt, nennt sich offiziell „Farm Tour Capital of Kentucky“: Von April bis Oktober führen 15 Hoftouren zu Vollblutpferden, Bisons, alten Nutztierrassen und Biogemüse. Wie kurz der Weg vom Feld auf den Teller sein kann, zeigt das Barn8 Restaurant auf der Hermitage Farm. In Covington am Ohio River hat der beliebte Farmers Market ein dauerhaftes Zuhause an der historischen Pike Street gefunden. Süß wird es im Herbst: Dann wird aus Zuckerhirse goldener Sorghum-Sirup gepresst und bei den Sorghum-Festivals in West Liberty und Springfield groß gefeiert.
Christian Way Farm, Kentucky
In Missouri dreht sich die Genussroute um Käse und um die Tiere, die die Milch dafür liefern. Die Green Dirt Farm in Weston, nordwestlich von Kansas City, öffnet bei Führungen Weide, Melkstand und Käseküche; bekannt ist der alpine Aux Arcs aus Schaf- und Kuhmilch. Selbst Hand anlegen kann man bei der Shatto Milk Company nahe St. Joseph: Gäste melken eine Kuh, danach warten im Hofladen Cheese Curds mit Cajun- oder Dill-Cheddar. Und weil zu gutem Käse ein Glas Wein gehört, führen die Weinrouten des Staates zu mehr als 110 Weingütern.
Ob Whiskey-Route, Samstagsmarkt oder Hofkäserei: Kulinarik im Süden der USA ist vor allem Begegnung. Wer Erzeuger, Köche und Handwerker trifft, erlebt, wie eng Essen, Herkunft und Geschichte der Regionen miteinander verbunden sind.