Das subtropische Klima des Golfs von Mexiko auf das kontinentale Klima aus dem Norden. Von April bis Ende Oktober herrscht angenehmes, warmes Klima. Die Sommer sind mitunter recht schwül - im Süden entsprechend mehr als im Norden des Staates.
Beste Reisezeit
Ende April bis Ende Oktober.
Must-Sees
Ozark National Forest, Buffalo National River, Hot Springs National Park, Little Rock, Bentonville, Eureka Springs, Fort Smith, Ouachita National Forest, Blanchard Springs Caverns
Wenn morgens das erste Licht über dem Mississippi-Delta liegt, die Blue Ridge Mountains in Herbstfarben leuchten oder abends die Sonne über dem Golf versinkt, merkt man schnell: Im Süden der USA ist schon die Fahrt ein Erlebnis. Auf Scenic Byways, Flussstraßen und Küstenrouten kommt man an historischen Orten, bunter Street Art, regionalen Spezialitäten und jeder Menge Live-Musik vorbei.
Von den Bergen bis zum Meer
In Alabama kann man an einem einzigen Tag sehen, wie abwechslungsreich der Süden ist: morgens den Sonnenaufgang in den Ausläufern der Appalachen, abends den Sonnenuntergang am Golf. Dazwischen liegen Huntsville, Birmingham, Auburn, Montgomery und Mobile mit Aussichtspunkten, historischen Vierteln, Murals und Rooftop-Bars. Hungrig bleibt man dabei nicht: Bei Big Bob Gibson Bar-B-Q gibt es die typische Alabama White Sauce, an der Küste frische Austern.
Campus der Auburn University, Alabama
North Carolina ist wie gemacht für Touren mit dem Auto oder dem Motorrad. Ganze 62 ausgewiesene Panoramastraßen gibt es hier. Der 158 Kilometer lange Waterfall Byway führt durch die Cullasaja Gorge und an mehr als 200 Wasserfällen vorbei. Auf dem Fontana Byway fährt man am gleichnamigen See entlang durch die Great Smoky Mountains, und in den Highlands of the Roan reicht der Blick weit über die südlichen Appalachen. Wer es lieber ruhig angehen lässt, nimmt den Sauratown Mountains Scenic Byway. Er schlängelt sich durch Farmland und Wälder bis zu den State Parks Hanging Rock und Pilot Mountain.
Hanging Rock State Park, North Carolina
In Missouri geben die Ozarks den Ton an. Man wandert zwischen uralten Felsformationen im Elephant Rocks State Park, genießt die Aussicht vom Taum Sauk Mountain und fährt durch die Ozark National Scenic Riverways. So bekommt man ganz nebenbei ein Gefühl dafür, wie alt diese Landschaft ist. Abends lohnt sich ein Abstecher nach St. Louis, zum Beispiel zu Balkan Treat Box. Küchenchefin Loryn Nalic wurde 2026 mit dem James Beard Award als „Best Chef: Midwest“ ausgezeichnet.
Geschichten am Straßenrand
Viele Roadtrips durch den Süden führen auch ein Stück in die Vergangenheit. In Georgia kann man die sieben Naturwunder des Bundesstaats auf einer Route verbinden: von Tallulah Gorge und Amicalola Falls über Warm Springs, wo Franklin D. Roosevelt Linderung von seiner Polio-Erkrankung suchte, bis zum Okefenokee National Wildlife Refuge. Das riesige Sumpfgebiet ist seit Juli 2026 Georgias erstes UNESCO-Welterbe. Bei einer geführten Kajaktour gleitet man durch Zypressenwälder voller Spanischem Moos. Und weil das Gebiet ein International Dark Sky Park der höchsten Stufe ist, sieht man nach Sonnenuntergang unzählige Sterne.
Bohlenweg durch das Okefenokee National Wildlife Refuge, Georgia
Im Westen Kentuckys stecken die Geschichten in Kunst, Handwerk und Küche. In Paducah erzählen mehr als 60 Murals an der Hochwasserschutzmauer von der Vergangenheit der Region, und im National Quilt Museum sieht man, welche Kunst aus Stoff entstehen kann. Entlang von Ohio und Tennessee River liegen Weingüter, historische Unterkünfte und Barbecue-Restaurants. Probieren sollte man unbedingt das traditionelle Mutton Barbecue: Schaffleisch, das langsam über Hickoryholz gegart wird. Die Tradition stammt aus dem 19. Jahrhundert, als in der Region viele Schafe gezüchtet wurden.
Muhlenberg Music Museum in Muhlenberg County, Kentucky
Blues, Country und Jazz bis Sonnenuntergang
Im tiefen Süden gehört Musik einfach mit dazu. In Mississippi startet man am besten in Clarksdale, an der legendären Kreuzung der Highways 61 und 49. Im Ground Zero Blues Club, im GRAMMY Museum Mississippi in Cleveland und auf den Dockery Farms erfährt man, wie der Blues entstanden ist und die Musikwelt geprägt hat. Weiter südlich begleiten Murals am Flussufer und Ausblicke auf den Mississippi die Fahrt nach Vicksburg und Natchez. In Tupelo kommt man dem King of Rock ’n’ Roll ganz nah: mit Elvis Presleys Geburtshaus, der Skulptur „Becoming“ und einem Mural in der Innenstadt. Ausklingen lässt man den Tag an der Golfküste, mit Blick auf den Hafen im Abendlicht und den Mississippi Sound.
Crossroads-Denkmal an der Kreuzung der Highways 61 und 49, Clarksdale, Mississippi
Wer Musik liebt, sollte sich die Route Rhythms of the South anschauen. Sie verbindet drei Städte, deren Sound man auf der ganzen Welt kennt. In Atlanta beginnt der Tag mit einem Spaziergang durch den Piedmont Park, Street Art in Cabbagetown und dem Blick von der Jackson Street Bridge. Zum Sonnenuntergang geht es auf die Dachterrasse des Ponce City Market, mit der Skyline im Hintergrund. In Nashville spaziert man über die John Seigenthaler Pedestrian Bridge mit dem klassischen Stadtpanorama vor Augen, bevor am Honky Tonk Highway die Neonlichter angehen und die Bands loslegen. In New Orleans gibt es morgens erst mal Beignets. Danach bummelt man durch das French Quarter und den Garden District, isst kreolisch und trinkt einen Cocktail mit Blick auf den Mississippi. Wenn es dunkel wird, spielt auf der Frenchmen Street der Jazz.
Blumen-Mural in Nashville, Tennessee
Auch abseits von New Orleans hat Louisiana auf einem Roadtrip einiges zu bieten. Im Norden stöbert man in der Antique Alley im historischen Cotton Port District von West Monroe am Ouachita River. Natchitoches wurde 1714 gegründet und ist damit die älteste Siedlung im Gebiet des Louisiana Purchase. Hier dreht sich viel um kreolische Küche: Lasyone’s serviert seit 1967 seine bekannten Meat Pies. In Alexandria zeigt das River Oaks Art Center zeitgenössische Kunst aus der Region, in Baton Rouge beeindruckt das 176 Jahre alte Old State Capitol. Und bei Slidell taucht man in die Natur und die Legenden des Honey Island Swamp ein.
Old State Capitol in Baton Rouge, Louisiana
Küstenstraßen und Kultur des Lowcountry
Für South Carolina sollte man sich drei bis fünf Tage Zeit nehmen und das Lowcountry erkunden: von Charleston über Johns Island, Edisto Island, Beaufort und Bluffton bis nach Hilton Head Island. Unterwegs hält man an der bunten Rainbow Row, bei der uralten Angel Oak, am Driftwood Beach in Botany Bay und an den Ruinen der Old Sheldon Church. Spanisches Moos hängt über den Straßen, auf den Teller kommen Gullah-Gerichte und frische Meeresfrüchte. Am Ende der Strecke wartet das rot-weiße Harbour Town Lighthouse, perfekt für den Sonnenuntergang.
Historische Innenstadt von Charleston, South Carolina
Ob Panoramastraße, Musikroute oder Genießertour: Bei einem Roadtrip durch den Süden der USA passt alles zusammen. Landschaft, Geschichte, Essen und Musik wechseln sich nicht einfach ab, sondern zeigen gemeinsam, wie vielfältig die Region zwischen Appalachen, Mississippi und Golfküste ist.