Das ganze Jahr lang grün: Die schönsten Gartenoasen in St. Pete-Clearwater
Farbenprächtige Blüten, tropische Pflanzen und üppiges Grün: Wer die Halbinsel an der Westküste besucht, entdeckt Floridas Natur nicht nur an den Stränden. Mehrere besondere Gärten laden dazu ein, die Pflanzenwelt des Sunshine State zu bewundern.
Letzte Änderung 02.10.2026
Ein Garten mit Geschichte: Sunken Gardens
Mitten in St. Petersburg liegt eine der ungewöhnlichsten Gartenattraktionen der Halbinsel. Die Sunken Gardens sind mehr als 100 Jahre alt und gehören zu den ursprünglichen Roadside Attractions Floridas. Entstanden ist der Garten aus einem ungewöhnlichen privaten Projekt: Ein begeisterter Gärtner legte einen flachen See trocken und schuf auf dem rund 1,6 Hektar großen Grundstück seinen eigenen „versunkenen Garten“. 1936 öffnete die Anlage erstmals für Besucher.
Heute führen verschlungene Wege durch eine dicht bewachsene Gartenanlage. Mehr als 50.000 tropische Pflanzen von mehr als 500 Arten, Wasserfälle, Teiche und ein Schmetterlingsgarten sorgen für eine verwunschen wirkende Atmosphäre mit nostalgischem Florida-Flair. Zu den tierischen Bewohnern zählen zudem Flamingos und Papageien.
Floridas Pflanzenwelt in einem Garten: Florida Botanical Gardens
Deutlich größer sind die Florida Botanical Gardens in Largo: Sie erstrecken sich über rund 61 Hektar. Dazu gehören formale Themengärten genauso wie natürliche Landschaften und Lebensräume für heimische Tierarten. Dazu gehören viele Vogelarten.
Besucher können hier unter anderem einen Schmetterlingsgarten, einen Kräutergarten, einen tropischen Obstgarten, einen Palmengarten und einen Hochzeitsgarten entdecken. Ein Kakteengarten mit Pflanzen aus trockeneren Klimazonen bildet außerdem einen spannenden Kontrast zur sonst tropisch geprägten Vegetation. Besonders reizvoll ist der Übergang von den angelegten Gartenbereichen zu einem rund 24 Hektar großen natürlichen Areal, in dem sich heimische Pflanzen und Tiere entwickeln.
Die Florida Botanical Gardens liegen gemeinsam mit dem Heritage Village im Pinewood Cultural Park. Ein Gartenspaziergang lässt sich also unkompliziert mit einem Ausflug in die Geschichte der Region verbinden. Denn das Heritage Village ist ein 21 Hektar großes Freilichtmuseum mit historischen Gebäuden, in einer Landschaft aus Pinien und Palmettopalmen.
Palmen mit Blick auf die Tampa Bay
Eine ganz andere botanische Erfahrung bietet das Gizella Kopsick Palm Arboretum am Ufer der Tampa Bay, genauer im North Shore Park von St. Petersburg. Mehr als 500 Palmen und Palmfarne von rund 150 Arten aus aller Welt wachsen hier auf einer vergleichsweise kleinen Fläche – rund einem Hektar. Ein Besuch des frei zugänglichen Gartens lohnt sich für alle, die Floridas ikonische Palmen einmal genauer betrachten möchten.
Das Arboretum wurde in den 1970er-Jahren gegründet und am 16. Mai 1977, dem 100. Geburtstag der Namensgeberin Gizella Kopsick, offiziell eingeweiht. Kopsick war eine Einwanderin aus Österreich-Ungarn. Sie kam in den 1880er-Jahren in die USA und arbeitete als Köchin für wohlhabende Familien in New York. 1962 zog sie nach St. Petersburg in Florida. 1976 stiftete sie Aktien im Wert von 16.000 US-Dollar, mit denen die Anlage geschaffen werden konnte. Weil die Frau selbst auf einen Rollstuhl angewiesen war, wurde bei der Gestaltung des Arboretums von Anfang an auf Barrierefreiheit geachtet.
Aus den ursprünglich rund 60 Palmen von zehn Arten ist im Laufe der Jahrzehnte eine umfangreiche Sammlung geworden.