Campingplätze in den USA: Infos, Tipps & Links
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Campingplätze in den USA: Infos, Tipps & Links

Eine Übersicht der Camping-Möglichkeiten in Amerika

Letzte Änderung 31.03.2026

Die USA sind ein echtes Paradies für Campingfans – und das nicht nur wegen der beeindruckenden Natur, sondern auch wegen der Vielfalt an Übernachtungsmöglichkeiten. Nordamerika verfügt über mehr als 20.000 Campingplätze – kurz gesagt: man findet immer ein geeignetes Plätzchen. Grundsätzlich lassen sich drei Arten von Campingplätzen unterscheiden:

Naturbelassene Campingplätze in National & State Parks ca. $10 - $50

Die Plätze liegen innerhalb der Parks und sind damit in unmittelbarer Umgebung zu den Sehenswürdigkeiten, Wanderwegen, Seen, Flüssen etc. Die Campsites sind sehr großflächig angelegt und inmitten der jeweils wunderschönen Natur eingebettet. Fast immer findet sich eine Feuerstelle und eine Picknickbank. Häufig stehen Toiletten und Duschen zur Verfügung (teils weniger in Wüstengebieten). Manche Campsites verfügen über einen eigenen Anschluss an Wasser und Strom, andere sind rein naturbelassen. Wer in Europa wildcampen bevorzugt, wird sich dennoch auf diesen Plätzen sicherlich wohlfühlen. Ein weiterer Vorteil ist, dass man sich bereits im Park befindet und insbesondere Frühaufsteher von menschenleeren, magischen Orten profitieren können. Gleichermaßen hat man nach einem ereignisreichen Tag im Park keinen weiten Weg mehr zu einem herrlichen Abendessen am Lagerfeuer.

Tipps:
  •  Frühzeitig reservieren, besonders in der Hochsaison, an Feiertagen & Wochenenden! 
  •  „First come, first served“-Plätze sind eine spontane Alternative
Naturbelassener Campingplatz

Campingplätze im mittleren Segment ca. $50 - $80

Wer sich mehr Annehmlichkeiten wünscht, wird bei diesen Campingplätzen fündig. Dazu zählt zum Beispiel (variiert je nach Platz) ein Campingshop, Waschküche, etwas gehobenere Waschhäuser, Spielplätze, Swimmingpools, Minigolf, Verleih, Spielzimmer, Sportplätze etc. Insbesondere für Familien ergibt sich dadurch ein attraktives Angebot. Häufig sind dies inhabergeführte Plätze. Die beliebte Kette KOA fällt auch in diese Kategorie.

Premium RV-Parks & RV Resorts ca. $80 - $150+

Das volle Programm gibt es dann in der oberen Preiskategorie. Fast immer verfügen die einzelnen Campsites über „Full hook-up“, also einen direkten Anschluss nicht nur an Strom, sondern auch an Frischwasser und die Kanalisation. Hier findet man nicht nur eine Feuerstelle, sondern teilweise eine ganze Außenküche auf der Campsite. Ein Clubhouse mit Bar und Restaurant kann zum Verweilen einladen und die Liste der weiteren Annehmlichkeiten ist lang.

Alternative Übernachtungsmöglichkeiten: Harvest Hosts, Hipcamp & boondockerswelcome

Harvest Hosts ist eine Camping-Mitgliedschaft und bietet unbegrenzte Übernachtungen bei mehr als 4.000 Weingütern, Brauereien, Brennereien, Farmen und Attraktionen in Nordamerika, ohne dass Campinggebühren anfallen. Anstatt Campinggebühren zu zahlen, werden die Mitglieder gebeten ihren Gastgeber und dessen Unternehmen zu unterstützen. Neue Harvest Hosts-Kunden können den Code CRUISE20 verwenden, um 20% Rabatt auf das erste Jahr ihrer Mitgliedschaft zu erhalten. harvesthosts.com

Hipcamp
eröffnet eine neue Art des Reisens für alle, die Natur, Freiheit & Flexibilität lieben. Statt klassischer Campingplätze findet man hier einzigartige Unterkünfte – von abgelegenen Campsites bis hin zu charmanten Plätzchen auf privaten Grundstücken. Entdecken Sie verborgene Orte, erleben Sie authentische Gastfreundschaft und genießen Sie unvergessliche Nächte unter freiem Himmel. Mit Hipcamp wird jedes Abenteuer persönlicher und näher an der Natur.

Boondockers Welcome ist eine Mitgliedschaft für Reisende mit Wohnmobil, die kostenfreie Stellplätze bei privaten Gastgebern entdecken möchten. Statt klassischer Campingplätze übernachten Sie auf einzigartigen Grundstücken und lernen dabei oft die Gastgeber persönlich kennen. Das Konzept fördert eine freundliche Community und authentische Reiseerlebnisse abseits des Massentourismus. Ideal für alle, die flexibel, unabhängig und nah an der lokalen Kultur unterwegs sein wollen.

Wie finde ich Campingplätze in den USA?

Die Suche nach Campingplätzen in den USA ist dank zahlreicher Online-Plattformen unkompliziert und gut planbar. Je nach Reisestil lohnt es sich, unterschiedliche Plattformen zu kombinieren:

🔎 Offizielle Buchungsplattformen
Wenn Sie auf staatlichen Campingplätzen (Nationalparks, State Parks) übernachten möchten, sind Recreation.gov und ReserveAmerica die wichtigsten Anlaufstellen. Hier können Sie viele Plätze direkt reservieren – oft Monate im Voraus, was besonders in beliebten Parks unerlässlich ist.

📱 Apps & Community-Plattformen
Für flexible Reisen und echte Erfahrungsberichte sind Plattformen wie Campendium, RV Parky oder auch iOverlander (App) sehr hilfreich. Sie bieten Bewertungen, Fotos, Hinweise zu Ausstattung und oft auch Insider-Tipps zu weniger bekannten Spots.

🚐 Spezielle RV- & Stellplatz-Suchen
Wenn Sie mit dem Wohnmobil unterwegs sind, helfen Ihnen Tools wie The Dyrt oder AllStays, gezielt nach RV Parks, Dump Stations oder Overnight-Parkmöglichkeiten zu suchen.

🏡 Alternative Campingmöglichkeiten
Für besondere Erlebnisse abseits klassischer Plätze können Sie Plattformen wie Hipcamp nutzen. Dort finden Sie private Stellplätze, Glamping-Unterkünfte oder abgelegene Naturspots.

💡 Praktischer Tipp:
Nutzen Sie am besten mehrere dieser Tools parallel – so erhalten Sie einen umfassenden Überblick, finden auch kurzfristig verfügbare Plätze und entdecken oft echte Geheimtipps abseits der bekannten Routen.

Ist Wildcamping in den USA erlaubt?

Wildcampen wird in den USA „dispersed camping“ oder „boondocking“ genannt und ist in fest definierten Bereichen offiziell erlaubt. Wildcampen ist für diejenigen geeignet, die keinen Wert auf Einrichtungen wie WC’s, Duschen, Restaurants etc. legen und gerne fernab des Trubels sind – inmitten einzigartiger Natur (umsonst!). 

Sofern nicht anders deklariert (z.B. No overnight parking, Day use only), ist Wildcampen in den folgenden Gebieten erlaubt:

  • National Forests
  • Bureau of Land Management (BLM)
  • Wildlife Management Area (WMA)
  • Designated Campgrounds
  • National Grasslands
  • Manche County Parks & City Parks (Schilder beachten!)
  • Manche Wanderparkplätze (Schilder beachten!)
  • Parkplätze (Walmart, Cracker Barrel) & Truck Stops
Grundsätzlich sollte man gesunden Menschenverstand walten lassen und sich nur zu Stellplätzen bewegen, wenn dadurch keine Natur beschädigt wird. Oftmals findet man insbesondere in Waldgebieten gemütliche Nischen vor, die von vorherigen Campern sorgsam angelegt wurden. Grundsätzlich sollte man die 7 Prinzipien von „Leave no Trace“ berücksichtigen:
  1. Plane im Voraus und bereite Dich vor: Häufig sind die abgelegenen Gebiete nicht vom Mobilfunknetz abgedeckt und es sollten ausreichend Wasser & Lebensmittel mitgenommen werden
  2. Reise & Campe auf festen Oberflächen
  3. Abfall ordnungsgemäß entsorgen
  4. Hinterlasse das, was Du vorfindest (Pflanzen, Sand, Steine nicht mitnehmen!)
  5. Minimiere die Auswirkungen von Lagerfeuern
  6. Respektiere die Wildtiere
  7. Nimm Rücksicht auf andere
Am besten findest Du einen geeigneten Ort über die gängigen Webseiten und Apps, dazu gehören:
  • Boondocking.org
  • Campendium.com
  • Freecampsites.net
  • iOverlander
Schauen Sie sich auch diesen Blogbeitrag an: Das Geheimnis, wie man Campingplätze bekommt und sich die Freiheit zum Entdecken bewahrt

Bitte erkundigen Sie sich bei Ihrem bevorzugten Reiseveranstalter, Reisebüro oder Buchungsplattform nach den Preisen und der Verfügbarkeit.
Weitere Infos:
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Alice Riedel
ariedel@cruiseamerica.com