Das Südstaaten-ABC beginnt mit A wie … Alabama!
10 Gründe für einen Roadtrip durch Sweet Home Alabama
Letzte Änderung 25.08.2026
1. Musikgeschichte zum Anfassen: Alabama und Musik gehören einfach zusammen. W.C. Handy, der als „Father of the Blues“ bekannt wurde, stammt aus Florence, Hank Williams aus Mount Olive und Nat King Cole aus Montgomery. Richtig legendär wird es in The Shoals im Nordwesten des Staates. In den FAME Recording Studios in Muscle Shoals und im Muscle Shoals Sound Studio im benachbarten Sheffield nahmen Stars wie Aretha Franklin, The Rolling Stones, Bob Dylan und Paul Simon auf. Beide Studios kannst du heute besichtigen und dabei genau dort stehen, wo Musikgeschichte geschrieben wurde. Für Musikfans allein schon ein ziemlich guter Grund für Alabama.
2. Südstaatencharme trifft Raketenwissenschaft: In Huntsville kannst du morgens zwischen prächtigen historischen Häusern spazieren, anschließend in einem inhabergeführten Restaurant einkehren oder durch kleine Shops stöbern und wenig später vor einer gewaltigen Mondrakete stehen. Genau diese Mischung macht die Stadt so spannend. Huntsville spielte eine entscheidende Rolle im amerikanischen Raumfahrtprogramm und ist heute Heimat des U.S. Space & Rocket Center. Hier kannst du unter anderem eine echte Mondrakete aus dem Apollo-Programm der NASA betrachten. Dazu kommen gepflegte Parks und eine lebendige Kunst und Kulturszene. Südstaatencharme und Raumfahrtgeschichte liegen in Huntsville eben erstaunlich nah beieinander.
3. Unclaimed Baggage: Was passiert eigentlich mit Reisegepäck, das trotz aller Bemühungen nicht wieder mit seinem Besitzer zusammengeführt werden kann? Eine Antwort darauf findest du in Scottsboro. Unclaimed Baggage kauft nicht abgeholtes Gepäck von Fluggesellschaften und anderen Reiseunternehmen und bereitet geeignete Fundstücke für den Verkauf auf. Entsprechend überraschend ist das Sortiment: von Kleidung und Schmuck über Elektronik bis zu Dingen, die du wohl kaum in einem Koffer erwartet hättest. Besonders außergewöhnliche Stücke aus mehr als 50 Jahren Unternehmensgeschichte sind im hauseigenen Museum zu sehen. Ein wunderbar ungewöhnlicher Stopp und tatsächlich ein Erlebnis, das du so nur in Alabama findest.
4. Was in Birmingham geschah, veränderte die USA...: ...und bewegte die Welt. In den 1960er Jahren wurde die Stadt zu einem der zentralen Schauplätze der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung. Heute kannst du im Birmingham Civil Rights District genau jene Orte besuchen, an denen Menschen gegen Rassentrennung und für gleiche Rechte kämpften. Dazu gehören die 16th Street Baptist Church, der Kelly Ingram Park und das Birmingham Civil Rights Institute. Doch Birmingham ist auch eine Stadt, die heute mit Kultur und Genuss begeistert. Gleich elf Restaurants aus Greater Birmingham werden im ersten MICHELIN Guide American South empfohlen. Und mit dem Barber Vintage Motorsports Museum wartet hier außerdem die weltweit größte Motorradsammlung. Birmingham ist ein Muss auf deiner Alabama Reise und eine Stadt, für die du dir unbedingt Zeit nehmen solltest.
5. Auf den Spuren von Rosa Parks und dann ab ins Wildwasser: Montgomery ist ein Muss, wenn du auf deiner Reise mehr über die amerikanische Bürgerrechtsbewegung erfahren möchtest. Im Rosa Parks Museum wird die Geschichte des Montgomery Bus Boycott lebendig, und in der Dexter Avenue King Memorial Baptist Church besuchst du jene Kirche, in der Dr. Martin Luther King Jr. als Pastor wirkte. Danach wartet nur rund eine Meile von Downtown entfernt ein ganz anderes Erlebnis: Montgomery Whitewater. Auf den künstlich angelegten Wildwasserkanälen trainieren internationale Spitzenathleten und finden Wettkämpfe im Kanuslalom und Kayak Cross statt. Du kannst aber auch selbst ins Raft steigen oder zum Kajak greifen. Hochseilgarten, Boulderwand, Trails und regelmäßige Events gibt es obendrauf. Damit hättest du nicht gerechnet, oder?
6. Zu Besuch in Harper Lees Heimat: Mit „To Kill a Mockingbird“ schrieb Harper Lee einen der bekanntesten Romane der amerikanischen Literatur und die Wurzeln ihrer Geschichte findest du in Monroeville, wo die Pulitzerpreisträgerin aufwuchs. Herzstück eines Besuchs ist das Old Courthouse Museum. Sein historischer Gerichtssaal diente als Vorbild für den Gerichtssaal im Roman und wurde für die berühmte Verfilmung in Hollywood nahezu originalgetreu nachgebaut. Harper Lee selbst saß hier schon als Kind auf der Galerie und beobachtete ihren Vater bei seiner Arbeit als Anwalt. Heute kannst du genau dort Platz nehmen und in der Ausstellung „Harper Lee: In Her Own Words“ noch tiefer in ihre Geschichte eintauchen. Für Literaturfans ein ziemlich besonderer Moment.
7. Born to celebrate: Mächtige, mit Spanish Moss bewachsene Eichen, historische Fassaden und grüne Plätze: Mobile hat dieses besondere Flair einer alten Südstaatenstadt an der Golfküste. Und Alabamas älteste Stadt versteht es zu feiern. Seit 1703 wird hier Mardi Gras, der amerikanische Karneval, gefeiert. Besuche unbedingt das Mobile Carnival Museum. In der Mobile Bay kannst du außerdem die USS Alabama, ein Schlachtschiff aus dem Zweiten Weltkrieg, besichtigen. Und mit Jimmy Buffett wuchs hier ein Sänger auf, der mit „Margaritaville“ wie kaum ein anderer für das entspannte Lebensgefühl der Golfküste steht. Ab September 2026 widmet ihm das National Maritime Museum of the Gulf eine eigene Dauerausstellung. Mobile hat Geschichte, Charakter und ganz viel Lebensfreude und gehört für uns unbedingt zu einer Alabama Rundreise.
8. Mitten hinein in „America’s Amazon“: Nur eine kurze Fahrt von Mobile entfernt beginnt eine faszinierende Wildnis. Im Mobile Tensaw River Delta treffen fünf Flüsse aufeinander und bilden ein riesiges Geflecht aus Wasserwegen, Bayous, Sümpfen und Feuchtgebieten. Mehr als 300 Vogelarten sowie Alligatoren, Schildkröten, Otter und zahlreiche weitere Tiere sind hier zu Hause. Wegen seiner außergewöhnlichen Artenvielfalt wird das Delta auch „America’s Amazon“ genannt. Unser Tipp: Erkunde es vom Wasser aus. Bei einer geführten Bootstour oder im Kajak kommst du dieser besonderen Landschaft zwischen Zypressen und verschlungenen Wasserwegen am nächsten.
9. Golf der Extraklasse auf dem Robert Trent Jones Golf Trail: Golfer können aus einer Alabama Rundreise ziemlich schnell eine Golf Rundreise machen. Der Robert Trent Jones Golf Trail verbindet 11 Anlagen mit 26 Parcours und insgesamt 468 Löchern im ganzen Staat. Stationen findest du vom Norden Alabamas über Birmingham und Montgomery bis hinunter zur Golfküste. Das Schöne daran: Du musst deinen Urlaub nicht rund um ein einziges Golfresort planen, sondern kannst einzelne Runden ganz unkompliziert mit deinen anderen Reisestopps verbinden. Und wer nicht alle 468 Löcher schafft, hat immerhin schon einen hervorragenden Grund wiederzukommen.
10. Weiße Strände, Beachbars und pures Golfküstenfeeling: Mehr als 50 Kilometer strahlend weißer Sandstrand machen Gulf Shores und Orange Beach zum perfekten Finale deiner Alabama Reise. Hier kannst du einfach die Füße in den Sand stecken oder noch einmal richtig viel erleben. Im Gulf State Park führen Rad und Wanderwege durch unterschiedliche Küstenlandschaften, von The Wharf starten Touren zur Delfinbeobachtung und Golfer finden rund um Gulf Shores & Orange Beach gleich mehrere ausgezeichnete Plätze. Wenn die Sonne langsam untergeht, locken fangfrische Meeresküche, Beachbars und jede Menge Live Musik. Kultstatus genießt die Flora Bama direkt an der Grenze zu Florida mit fünf Bühnen.