Zentrum der Macht, City of Monuments oder einfach nur DC – Spitznamen hat die US-Hauptstadt Washington, DC schon einige, doch es kommt noch einer hinzu: grüne Lunge der US-Ostküste. Fast 700 Parks und Grünanlagen sorgen nicht nur bei Bewohnern, sondern auch bei Touristen für eine Vielzahl an Outdoor-Aktivitäten sowie Ruheoasen inmitten des pulsierenden Treibens der Metropole. Nicht verwunderlich also, dass Washington, DC beim ParkScore® Index aus 100 ausgewerteten Städten in den USA bereits zum wiederholten Mal den ersten Platz belegt.
99 Prozent der Einwohner in Washington, DC leben in Parknähe
21 Prozent der Fläche von Washington, DC werden aktuell für Parkanlagen und Erholungsgebiete genutzt. Insgesamt gibt es 699 Parks und Grünanlagen, darunter die National Mall – der rund vier Kilometer lange Grünstreifen zwischen US-Kapitol und Lincoln Memorial – sowie der Rock Creek Park im Norden der Stadt, mit 708 Hektar etwa doppelt so groß wie der berühmte Central Park in New York. Somit leben 99 Prozent der knapp 700.000 Einwohner von Washington, DC nicht weiter als zehn Gehminuten von einer Grünanlage entfernt – wobei es keine Rolle spielt, welcher Ethnie sie angehören, in welchem Stadtviertel sie wohnen oder wie hoch ihr Einkommen ist. 393 US-Dollar pro Kopf der Bevölkerung werden in Washington, DC in Grünflächen investiert, diese Summe bezieht sich auf den Durchschnitt in den letzten drei Jahren. Outdoor-Events in den Parks, erfrischende Wasserspiele im Sommer oder ein Picknick im Grünen – all diese Aktivitäten machen die US-Hauptstadt ebenso für Touristen hoch attraktiv
Strenge Kriterien
Der ParkScore Index ist der nationale Goldstandard, wenn es darum geht zu entscheiden, wo sich die grünsten urbanen Oasen des Landes befinden. Seit 2012 werden die 100 Städte mit den meisten Einwohnern von The Trust for Public Land (TPL) miteinander verglichen. Entscheidend sind dabei vier Faktoren: Der prozentuale Anteil der Bewohner, welche maximal zehn Gehminuten von einem Park oder einer Grünanlage entfernt wohnen; die Parkfläche anteilig zum Stadtgebiet; die Investitionen, die pro Kopf für Parkanlagen, getätigt werden; und die Ausstattung der Parks. Zu dem letzten Punkt zählen Spielplätze, Hundeparks, Basketballkörbe, Wasserspielanlagen sowie Waschräume und besondere Erholungs- und Seniorenangebote. TPL setzt sich seit 1972 dafür ein, Flächen zu schützen und Plätze im Freien zu gestalten, damit mehr Menschen zusammenkommen können. Mehr Informationen gibt es unter
www.tpl.org/parkscore.