Subtropisches Klima. Die Sommermonate sind heiß und schwül mit Durchschnittstemperaturen von 22 bis 33 °C. Die Winter sind meist mild mit Temperaturen zwischen 7 und 18 °C.
Beste Reisezeit
Louisiana ist ein Ganzjahresziel. Im Frühjahr und Herbst ist das Wetter sehr einladend und die Natur lockt mit Blüte- und Erntezeit. Die Sommer sind heiß und schwül, bietet aber eine Bandbreite an Aktivitäten und Möglichkeiten. Die Winter sind mild, mit geringer Luftfeuchtigkeit.
Must-Sees
New Orleans, der Mississippi, Plantagen entlang der Great River Road, Sumpfgebiete wie das Atchafalaya Basin, Tabasco Factory auf Avery Island, Baton Rouge, Shreveport Municipal Auditorium, UNESCO Welterbestätte Poverty Point, Creole Nature Trail, Kisatchie National Forest, Fontainebleu State Park, Lafayette, Natchitoches, Houma, St. Francisville, Covington.
Sechs historische Orte für einen Ausflug entlang der River Road
Letzte Änderung 24.08.2026
Wenn ihr von New Orleans aus tiefer in die Geschichte Louisianas eintauchen möchtet, lohnt sich ein Tagesausflug entlang der historischen River Road. Nur ca. eine kurze Autofahrt von der Stadt entfernt liegen am Mississippi River zahlreiche ehemalige Plantagen, die ihr im Rahmen eines Tagesausflugs besuchen könnt.
Historische Herrenhäuser, alte Eichen und weitläufige Gärten erzählen dabei nur einen Teil ihrer Geschichte. Der wirtschaftliche Erfolg der Plantagen beruhte wesentlich auf der Ausbeutung versklavter Männer, Frauen und Kinder. Heute setzen sich die historischen Orte auf unterschiedliche Weise mit dieser Vergangenheit auseinander. Persönliche Berichte, Dokumente, erhaltene Gebäude und Ausstellungen eröffnen verschiedene Perspektiven. Welche Plantage ihr unbedingt besuchen solltet, hängt deshalb auch davon ab, was ihr erfahren und erleben möchtet.
Laura Plantation
Auf der Laura Plantation stehen die Menschen im Mittelpunkt, die hier über Generationen lebten. Die Führung erzählt von freien und versklavten Mitgliedern kreolischer Familien und stützt sich auf Memoiren und historische Dokumente aus den USA und Frankreich.
Die Whitney Plantation setzt einen besonderen Schwerpunkt. Sie ist das einzige Plantagenmuseum in Louisiana, das sich ausschließlich mit der Geschichte der Sklaverei beschäftigt. Nicht die Plantagenbesitzer stehen im Zentrum, sondern die Menschen, die hier versklavt waren. Ihr erfahrt, wie Menschen von 1752 bis 1865 gezwungen wurden, auf der Plantage Zucker und Reis anzubauen.
Oak Alley Plantation
Die lange Eichenallee vor dem Herrenhaus macht die Oak Alley Plantation zu einem der bekanntesten Motive Louisianas. Vor Ort erfahrt ihr, welche Geschichte sich hinter der eindrucksvollen Architektur verbirgt. Oak Alley war eine Zuckerrohrplantage. Im 19. Jahrhundert lebten dort durchschnittlich 110 bis 120 versklavte Menschen. Historische Dokumente geben heute Einblicke in diese Gemeinschaft und ihre Lebensbedingungen.
Neben den historischen Ausstellungen könnt ihr das Big House und weitere Bereiche des Geländes besuchen. Auf Oak Alley könnt ihr auch die Nacht verbringen.
Houmas House entwickelte sich zu einer der großen Zuckerrohrplantagen Louisianas. Mehr als 550 Menschen waren dort versklavt. Heute stehen das historische Herrenhaus, Kunst und die weitläufigen Gärten im Mittelpunkt eines Besuchs. Eine geführte Tour zeichnet die architektonische Entwicklung des Hauses über rund 250 Jahre nach. Wir empfehlen euch neben der Besichtigung des Herrenhauses auch Zeit für die Gärten und Gastronomie von Houmas House einzuplanen. Übernachtungsmöglichkeiten befinden sich direkt auf dem Anwesen.
Destrehan Plantation
Die Destrehan Plantation liegt besonders nah an New Orleans und führt euch durch mehrere Kapitel der Geschichte Louisianas. Ein Schwerpunkt ist die Sklavenrevolte von 1811, die Destrehan selbst als größte Sklavenrevolte der US-Geschichte einordnet. Einer der Prozesse gegen Beteiligte fand auf der Plantage statt. Nach dem Bürgerkrieg wurde das Gelände als Home Colony genutzt. Unter dem Freedmen’s Bureau fanden dort ehemals versklavte Menschen Unterkunft, Bildung und Arbeitsmöglichkeiten. Historische Unterlagen dokumentieren rund 2.000 Menschen, die die Dienste der Kolonie nutzten.
St. Joseph und Felicity
St. Joseph und Felicity liegen unmittelbar nebeneinander am Mississippi River. St. Joseph wurde um 1830 unter Einsatz versklavter Arbeitskräfte errichtet und gelangte 1840 an Alexis Ferry und seine Frau Josephine. Das benachbarte Felicity House entstand zwischen 1845 und 1847. 1901 wurden beide Plantagen in einer gemeinsamen Gesellschaft zusammengeführt Auf St. Joseph sind unter anderem ehemalige Unterkünfte versklavter Menschen und Reste einer Schmalspurbahn erhalten. Filmfans kennen die Anwesen vielleicht aus 12 Years a Slave, The Skeleton Key oder Queen Sugar. Interessant: Auf den Flächen von St. Joseph und Felicity wird bis heute Zuckerrohr angebaut.
Ein letzter Tipp:
Plant eure Anreise und Rückfahrt vorab und prüft unmittelbar vor eurem Besuch die aktuellen Öffnungszeiten, Tourangebote und Tickets.