Zehn Top-Museen in Mississippi
Von Blues und Rock ’n’ Roll bis zu Literatur und bildender Kunst: Diese Museen erzählen die Geschichten des Staates
Letzte Änderung 02.11.2026
Die zwei großen Museen des Staates Mississippi – das Mississippi Civil Rights Museum und das Mississippi Museum of History – bieten ein kraftvolles Kulturerlebnis. Im Jahr 2017 eröffnet, lässt das Doppelmuseum tief in Mississippis Vergangenheit eintauchen: von den frühen Ureinwohnern über die Entstehung des Staates bis zum erfolgreichen Kampf für die Bürgerrechte. Interaktive Ausstellungen vermitteln Wissen, machen historische Zusammenhänge greifbar und regen zum Nachdenken an.
Ein Must-See für Musikfans ist das GRAMMY Museum Mississippi. Als einziger Ableger des GRAMMY Museum in Los Angeles würdigt es seit 2016 Mississippi als Wiege zahlreicher amerikanischer Musiktraditionen. Das Museum feiert die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Musik und rückt das musikalische Erbe des Bundesstaates ins Rampenlicht. Dabei zeigt es, wie Songwriter, Produzenten und Musiker aus Mississippi die Musiklandschaft geprägt haben. Wechselnde Ausstellungen und Live-Musik-Events ergänzen die interaktive Dauerausstellung.
Delta Blues Museum, Clarksdale
Im Delta Blues Museum, gegründet 1979, tauchen Besuchende in die faszinierende Welt des Blues ein. Als ältestes Musikmuseum Mississippis und eines der ersten Museen weltweit, das sich ausschließlich dem Blues widmet, vermittelt es anschaulich die Entwicklung und Bedeutung der Musikrichtung. Original-Exponate großer Blues-Legenden, darunter Gitarren von B.B. King und Muddy Waters, machen Musikgeschichte erfahrbar. Und natürlich kommen auch die Ohren auf ihre Kosten: Blues-Klassiker begleiten die Entdeckungsreise durch die Geschichte des Genres.
Die Mississippi Arts & Entertainment Experience (The MAX) widmet sich allen schönen Künsten des Bundesstaats: der Musik, dem Schauspiel, der Schriftstellerei und vielem mehr. Hochmoderne interaktive Ausstellungen erzählen von den Wurzeln und Werken bedeutender Künstlerinnen und Künstler. Von Tupelos Elvis über Indianolas B.B. King bis hin zu Pascagoulas Jimmy Buffett und Meridians Jimmie Rodgers: Hier gibt es Geschichten und Werke kreativer Köpfe aus allen Regionen Mississippis zu entdecken.
Der Elvis Presley Birthplace & Museum erzählt die Geschichte des jungen Elvis in seiner Geburtsstadt Tupelo. Das bescheidene Geburtshaus gewährt bewegende Einblick in die Herkunft des King of Rock ‘n‘ Roll. Das dazugehörige, sehr persönlich gehaltene Museum schildert das Leben der bettelarmen Familie Presley in Tupelo. Auf dem Gelände steht auch die Kirche, in der Elvis als Kind mit Gospelmusik in Berührung kam.
B.B. King Museum & Delta Interpretive Center, Indianola
Das eindrucksvolle B.B. King Museum & Delta Interpretive Center zeigt nicht nur, wie aus Riley B. King der weltberühmte "Blues Boy" King wurde. Es gewährt auch einen tiefen und ergreifenden Einblick in die Geschichte des Mississippi Delta und zeigt, wie der Blues gerade hier entstand. B.B.‘s Tourbus, seine geliebten Gitarren „Lucile“ und vieles mehr sind hier zu finden, ebenso wie seine Grabstätte.
Das ehemalige Wohnhaus des Literaturnobelpreisträgers in Oxford ist ein wahrer Schatz für Buchfreunde. Bei einem Rundgang durch die weitgehend original erhaltenen Räume von Rowan Oak wird das Leben und Arbeiten des Schriftstellers lebendig. An den Wänden sind handgeschriebene Gliederungen für einige Werke zu entdecken. Und Faulkners Schreibmaschine steht noch da, als hätte er gestern daran gesessen.
Das Walter Anderson Museum würdigt die Werke des gleichnamigen Künstlers und seiner Brüder. Besonders bekannt ist Walter Anderson für seine ausdrucksstarken Darstellungen der Pflanzen- und Tierwelt sowie der Menschen an der Golfküste. Vom Künstler selbst wunderschön ausgemalte Räume ziehen Besuchende in den Bann, ebenso wie Aquarelle, Zeichnungen, Ölfarben, Blockdrucke, Keramiken und Schnitzereien der drei Brüder. Wechselnde Ausstellungen ergänzen das Programm und stellen weitere bedeutende Künstler der Golfküste vor.
Das Ohr-O’Keefe Museum of Art ist den außergewöhnlichen Keramikarbeiten von George E. Ohr gewidmet, der sich selbst als „Mad Potter of Biloxi“ bezeichnete. Seine unkonventionellen Formen und experimentellen Arbeiten machten ihn zur vorletzten Jahrhundertwende zu einem Wegbereiter der amerikanischen Keramikkunst. Auch die Museumsarchitektur ist ein Erlebnis: Der Star-Architekt Frank O. Gehry hat die markanten Gebäude entworfen; sie "tanzen mit den Eichen". Die Galerien präsentieren auch zeitgenössische Kunst und Ausstellungen zur Regionalgeschichte – ein lohnendes Ziel für Kunst- und ebenso wie für Architekturinteressierte.